Ziel 1: Die Verinselung der Populationen verringern

Die Verinselung der Populationen verursacht durch die ansteigende Zerschneidung der natürlichen Lebensräume ist einer der schwerwiegendsten Ursachen für den Rückgang des Skabiosen – Scheckenfalters und mehr und mehr (insbesondere an den Rändern seiner Standorte in der Wallonie) für den Blauschillernden Feuerfalter, also für die beiden am meisten bedrohtesten Arten des Projekts.

Als erstes Ziel gilt es also einen ausreichenden Biotopverbund für die Arten in den 5 ausgesuchten Arbeitszonen so zu etablieren, dass ein Genaustausch und die spontane Wiederbesiedlung von Standorten möglich sind. Der Biotopverbund muss so in die Landschaft integriert sein, dass die Distanz zwischen den angepassten Lebensräumen nicht über einen Kilometer liegt. Auch wenn die Verbindungskorridore zwischen den Gebieten als ein interessantes Element angesehen werden können, ist es nicht unabdingbar, da die die beiden Arten die Möglichkeit besitzen nicht angepasste Lebensräume zu überwinden, sowohl offene als auch geschlossene Standorte (Goffart et al. 2001, Schtickzelle et al. 2005).

Im Falle des Skabiosen – Scheckenfalters, besagen die Empfehlungen einer Studie von Bulman et al. 2007 in England, dass das Ziel das Erreichen einer Dichte von 4% in Verbindung stehender angepasster Habitate sein muss, 40 ha pro 1000ha (idealerweise 5%, sprich 50ha pro 1000 ha), diese Verbindung soll sich zentrifugal ausgehend von den Populationskernen entwickeln.

Im Falle des Blauschillernden Feuerfalters wird kein solcher „Dichte“- Richtwert in der wissenschaftlichen Literatur vorgeschlagen, da die Verbindungen in der Regel linearer Natur entlang der Bachtäler sind. Ein Biotopverbund gilt als etabliert und ausreichend wenn die Habitate mit mindestens einer Größe von 30 Ares nicht weiter als 1 Kilometer voneinander im Tal entfernt sind (CRNFB 2006, Cahiers « Natura 2000 », Arten der Anhänge II und IV der FFH-Richtlinie in der Wallonie präsent).

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